Pause

15 Sep

Ich kann nicht mehr. Ja, jetzt schon, nach nur 13 Monaten. Ich zerbreche momentan mal wieder daran, dass um uns herum alle schwanger werden, erneut Nachwuchs bekommen oder bekommen haben, in Blogs über Nachwuchs geschrieben wird und wie toll es ist, Mutter zu sein.
Es tut mir so dermaßen weh, und ich möchte mich mitfreuen, aber es geht nicht.

Also legen wir das Thema erst mal ad acta.

Es kann nicht sein, dass ich bei jeder Schwangerschaftsmeldung (und es scheinen fruchtbare Zeiten überall zu sein momentan) in Tränen ausbreche.
Das ist nicht gut. Nein nein.
Und wenn mir jetzt noch jemand kommt und sagt „Ihr dürft halt nicht immer dran denken“ oder „Ihr seht das zu verbittert“ dann springe ich ihm an die Gurgel.

13 Antworten to “Pause”

  1. schokojule 15. September 2009 um 11:51 #

    Ja, zwischendurch denken wir nach nunmehr 15Monaten auch schon dran alles hinzuwerfen.
    Und wenn ich dann mal wieder so tolle Kommentare im Blog bekomme, Leute, bei denen es im ersten Anlauf geklappt hat, schreiben, ich würde alles zu verbiestert sehen und sie waren viel reläxter, deshalb hatt es ja dann bei ihnen auch geklappt. Da bin ich dann kurz davor den Läppi aus dem Fenster zu werfen und das ganze Kinderwunschgedöns hinterher.

    Fühl dich gedrückt!

  2. engelswelt 15. September 2009 um 21:40 #

    Ich schicke einfach einen dicken Drücker!

  3. Frau Muggel 17. September 2009 um 07:37 #

    Danke ihr Lieben *drück*

  4. schlimpi 19. September 2009 um 08:55 #

    goenn dir deine Pause
    erhole dich

    und ja, es tut weh, scheizz weh, wenn s mal wieder nicht geklappt hat
    und man sieht nur noch Schwangere oder Mama’s mit Baby’s

    lass den Schmerz zu und lass ihn raus
    weinen, schreien, mach all das, womit es DIR besser geht

    und es kann sehr wohl sein, das du bei jeder Schwangerschaftsmeldung in Traenen ausbrichst
    lass auch diese Gefuehle zu

    und nein, ich komm jetzt nicht mit ‚ihr seht das zu verbissen oder ihr seit zu sehr darauf fixiert‘
    ihr macht euer Ding
    so oder so

    deswegen
    geniess die Pause
    und denk daran, wann immer DU es willst
    [vllt waere es etwas hilfreich Schwangerschafts- und MamaBlogs derzeit zu umschiffen]

    ich denk an dich
    und vergiss nicht, anderen geht es oder ging es aehnlich wie dir …
    *drueck dich unbekannter weise*

    alles Liebe

  5. wolkenl0s 19. September 2009 um 09:00 #

    Hach, ich kann das gut verstehen, ich kann es den anderen momentan auch sehr schlecht gönnen. Es ist einfach so. Mir hat Urlaub immer sehr gut getan in solchen Phasen (schade, dass man den nicht spontan nehmen kann, wenn mans grade braucht) oder auch mal einfach ein Monat Denkpause.

  6. Frau Muggel 19. September 2009 um 20:14 #

    Es tut wirklich sehr sehr gut, zu lesen, dass ihr das alles nachvollziehen könnt, wirklich.
    @wolkenl0s: wir waren ja gerade erst im Urlaub. Und sind kaum ne Woche wieder zu Hause, da kommt der Indianerbesuch😦
    Das schlimmste sind momentan die „Warum“ Fragen. Warum alle anderen und nicht wir?

    • wolkenl0s 26. September 2009 um 12:42 #

      Mir gehts wie schlimpi: die warum-Fragen sind gestrichen! Wirklich, diese Frage kannst du getrost abschaffen, denn sie ist sinnlos.
      Bei mir hat der Urlaub meist schon noch so 1-2 Monate nachgewirkt, ich war da einfach viel entspannter und ein Indianer hat mich dann nicht so aus der Bahn geworfen.😉 Du musst irgendwie herausfinden, was dich auf andere Gedanken bringt. Man wird ja narrisch, wenn die Gedanken nur noch um Kinder kreisen.

  7. schlimpi 20. September 2009 um 09:59 #

    die Warum Fragen bringen nur Qaulen … deswegen sind die bei uns gestrichen … egal um welches Thema es geht …
    *drueck dich*

    Ich denk an dich/euch

  8. engelswelt 1. Oktober 2009 um 13:21 #

    Ich muss zugeben, dass ich da schlecht mitreden kann, weil unsere Kurze in diesem Sinne nicht geplant war. Aber ich kann dennoch die Warum-Fragen nur allzu gut nachvollziehen (,auch wenn sich dies zu einem anderen aber ähnlichen Thema bezieht).

    Ach einfach nur einen dicken Drücker von meiner Seite…

  9. Frau Muggel 2. Oktober 2009 um 12:25 #

    Ich danke euch allen herzlichst für eure wunderbaren Kommentare, die mir an diesen traurigen Tagen sehr viel Kraft gegeben haben. Das tut so gut und zeigt, dass ich nicht alleine bin, danke!!!

  10. tanja 10. Oktober 2009 um 18:01 #

    Wie gesagt: Die Gedanken in andere Richtungen lenken, aber das machst Du ja gerade genau richtig. Bei uns klappte es nach anderthalb Jahren genau da, als ich mich mental mit dem Wiedereinstieg beschäftigt habe.

    Es gibt kein Patentrezept, um locker zu sein. Du wirst Deinen Weg finden und dann meldet sich von ganz alleine ein Muggelchen an.

    Und immer dran denken: Wer weiß, wofür es gut ist! Das weiß man aber leider auch immer erst hinterher…😉

  11. evizentrum 21. Juli 2010 um 06:18 #

    Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

    Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekaürten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen.

    Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege saß, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: „Wer bist du?“

    Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.

    „Ach, die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen.

    „Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.

    „Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

    „Ja, aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“

    „Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst
    nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“

    „Ich… bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

    „Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“

    Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. „Ach, weißt du“, begann sie zögernd und äußerst verwundert, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“

    Die Traurigkeit schluckte schwer. „Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“

    „Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir schon oft begegnet.“ Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.

    Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“ Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

    Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. „Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.“

    Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: „Aber … aber – wer bist eigentlich du?“

    „Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. „Ich bin die Hoffnung.“

  12. Frau Muggel 6. November 2010 um 06:00 #

    Ja sauber, du bist auch eine Frau schneller Handlungen, was?😉

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